Dienstag, 17. Mai 16 um 11:55 Alter: 2 Jahr(e)
Kategorie: Einwurf
Von: Jens Vogel

Heute ist der "Internationale Tag gegen Homo-. Trans- und Biphobie"


Foto: pixabay

Weltweit werden Menschen am heutigen Tag wieder auf die Straße gehen und ein Zeichen gegen Homo-, Trans- und Biphobie setzen – an diesem friedlichen Protest möchten wir uns beteiligen! Wir wollen uns dafür einsetzen, dass auch nicht-heterosexuelle Liebe und Leben akzeptiert werden.

Hintergrund ist, dass am 17. Mai 1992 Homosexualität von der Internationalen Gesundheitsorganisation von der Liste der Krankheiten gestrichen wurde. In Deutschland kommt als Besonderheit hinzu, dass der 1994 abgeschaffte Paragraph 175, bis zum Ende seines Bestehens, sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte. 

Viele Menschen leiden noch unter den damaligen Auswirkungen des Paragraphen, deshalb ist die Initiative von Bundesjustizminister Heiko Maas, der einen Gesetzentwurf für die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des Paragraphen 175 einbringen möchte, zu begrüßen.

Seit der Abschaffung dieses Paragraphen in Deutschland wurden wichtige Fortschritte für mehr Gleichberechtigung und Akzeptanz nicht-heterosexueller Menschen gemacht – doch es gibt immer noch viel zu erreichen!

Es ist erschreckend, dass Menschen heute nach wie vor wegen ihrer sexuellen Orientierung und Identität diskriminiert werden:

Viele meinen ja, sie hätten „nix gegen Schwule“ und überhaupt Homosexuelle  und Lesben würden nun wirklich nicht mehr diskriminiert werden.

Ein kleiner Rundblick zeigt schnell dass die Realität ganz anders  ist: „Schwul“ ist immer noch die Beleidigung schlechthin, ob auf  dem Schulhof, im Stadion oder einfach in der Clique. Lesbische  Frauen sind allenfalls in Männerfantasien erwünscht und werden  meist als „männlich“ abgetan. Homosexuelle Menschen sind aufgrund ihrer sexuellen  Identität immer öfters Ziele von Gewalt und Diskriminierung. 

Auch von Seiten der sogenannten „Neuen Rechten“ sind Schwulen, Lesben, Bi und Trans Diskriminierung ausgesetzt. Sie möchten das Rad zurückdrehen, zurück in ein Zeitalter des Ausgrenzen von Menschen die nicht in ihr Normbild passen. Hier gilt es gegen die Hetze anzukämpfen und aufzuklären. 

Auch in Europa finden noch Diskriminierungen von Minderheiten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung statt: Hier ist besonders Osteuropa zu nennen. Weltweit ist Homosexualität ist immer noch in rund 70 Ländern strafbar. Auch hier muss dringend gehandelt werden. 
Zeigen wir am heutigen Tag Flagge und machen deutlich, dass Homo, Bi - und Transphobie in unserer Mitte keinen Platz haben!

Mehr zum Thema:
SPD-Generalsekretärin Katarina Barley und der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) Ansgar Dietmar zum IDAHO


 
SPD-Minden-Lübbecke
SPD-Minden-Lübbecke
Sie sind hier: Startseite