Montag, 30. Mai 16 um 13:55 Alter: 2 Jahr(e)
Kategorie: Lokales

Landesverkehrsminister Michael Groschek lehnt Tunneltrasse durch den Jakobsberg ab


Mit der Vorstellung des Bundesverkehrwegeplans im März  wurden auch Pläne für den Bau einer Neubaustrecke zwischen Porta Westfalica und Echtorf bei Bückeburg als Entlastung für die Nordbahnstrecke bekannt.

Die Deutsche Bahn AG und das Bundesverkehrsministerium planen zur Entlastung der Nordbahnstrecke eine Neubau einer Tunneltrasse. Ähnliche Planungen waren 2004 abgelehnt worden und man beschloss den Ausbau der Trasse zwischen Minden und Haste von 2 auf 4 Gleisen. Dieser Ausbau findet sich im Bundesverkehrswegeplan dagegen nicht wieder.

Gegen die Pläne formierte sich frühzeitig Widerstand in der heimischen Politik und in der Bürgerschaft: Kritiker der Tunneltrasse befürchten, dass der notwenige Ausbau der Nordstrecke (welche im europäischen Güterverkehrsnetz eine wichtige Rolle einnimmt), aufgrund der immensen Kosten für die Tunneltrasse (ca. 1,8 – 1,9 Mrd. €) nicht umgesetzt wird. Auch wird die Abkoppelung der Kreisstadt Minden vom Fernverkehrsnetz befürchtet.

Unterstützung erhalten die Kritiker nun auch vom Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD). 

In seiner Stellungnahme an das Bundesverkehrsministerium macht Groschek deutlich, dass er die Beseitigung des Engpasses auf der für den europäischen Zugverkehr wichtigen Nordmagistrale begrüßt. Im Sinne einer effizienten, kostenoptimierten und fachrechtlich umsetzbaren Lösung und der Beibehaltung der Mindener Stadtregion als Umsteigepunkt für den Schienenpersonenfernverkehr fordert das Land NRW den Ausbau der Nordstrecke zwischen Minden und Haste von 2 auf 4 Gleise mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden und lehnt die geplante Tunneltrasse durch den Jakobsberg ab.

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post begrüßt die deutliche Positionierung der Landesregierung: „Ich freue mich, dass sich unser Bundesland Nordrhein-Westfalen so klar und eindeutig für den Ausbau der Bestandsstrecke einsetzt und die neue Trassenvariante aus dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ablehnt.“


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